Kategorie
Parfümflakons
Entwurf: René Lalique
Entstehungszeit: 1912
Materialien: patiniertes formgeblasenes Glas, Stopfen Pressglas, patiniert
Eigentümer: Lalique SA
René Lalique war schon immer von der Natur fasziniert und ließ sich von ihr inspirieren. Diese Inspiration spiegelt sich in dem Flakon „Fougères“ wider, den er 1912 entwarf. Er wurde übrigens in drei Varianten hergestellt: eine aus farblosem, teilweise mattiertem Glas, eine weitere aus vollständig durchgefärbtem grünem Glas und die letzte aus teilweise durchgefärbtem grünem Glas. Außerdem wurde ein experimenteller Flakon in elektrischem Blau angefertigt.
Das hier vorgestellte Modell ist die Ausführung aus farblosem Glas. Genauer gesagt bestehen der Flakonkörper, der Verschluss und die Medaillons aus diesem teilweise mattierten, farblosen Glas. Die Farnblätter und die Medaillons sind hingegen dunkelgrün patiniert.
Auf den Medaillons – jeweils eines auf jeder Seite des Flakons – ist eine Frau dargestellt, die an ihrem okularförmigen Fenster zu stehen scheint, während ihr Zuhause vom schimmernden Licht des Medaillons durchflutet wird.
Im Gegensatz zu manchen anderen Stücken ist „Fougères“ der ursprünglichen Skizze sehr ähnlich. Tatsächlich wurde lediglich der Verschluss überarbeitet, da er zu schlicht und glatt war, um sich harmonisch in den Flakon einzufügen.
Interessant zu wissen: Die Experten sind sich nicht einig darüber, wer die auf den Medaillons abgebildete Frau ist. Einige sehen in ihr Alice Ledru, die Ehefrau von René Lalique. Andere erkennen Sarah Bernhardt, die große Schauspielerin ihrer Zeit, die sie insbesondere anhand einer Lotusblüte identifizieren, die die Figur auf ihrer Brust trägt. Tatsächlich hatte René Lalique bereits 1893 eine Brustverzierung in Form einer großen Lotusblüte für eines der Bühnenkostüme der Schauspielerin angefertigt.










