Vase Tourbillons

Liste des oeuvres

Entwurf:  René Lalique nach einem Modell seiner Tochter Suzanne
Entstehungszeit: 1926
Materialien: Emailliertes Pressglas
Eigentümer: Musée des Arts et Métiers

In den 1910er Jahren entwirft Suzanne für ihren Vater René Lalique verschiedene Modelle für Flakons und Puderdosen. Rund zehn Jahre später dehnt sie ihre Kreativität auch auf andere Arten von Objekten aus, wovon zahlreiche Schüsseln, Schalen und Vasen zeugen, dank derer Lalique in die Ära des Art déco Einzug hält.

1917 heiratet sie Paul Burty-Haviland, einen amerikanischen Avantgarde-Fotografen und Sammler aztekischer Kunst. Diese Kultur dient Suzanne als Inspirationsquelle, genau wie die afrikanische, japanische oder südamerikanische Kunst.

Im Jahr 1926 kreiert sie die Vase Tourbillons (Wirbel). Zunächst wird sie im Wesentlichen aus farblosem Glas mit schwarzer Emaille hergestellt.  Um dieses Material, das die stilisierten Pflanzenmotive betont, zu erhalten, wird mit dem Pinsel mit einem Bindemittel vermischtes Glaspulver aufgetragen. Dann wird die Vase zum Fixieren in einem Ofen bei niederer Temperatur nochmals gebrannt.

Dieses Modell wurde bis 1951 hergestellt. Erst im Jahr 2005 wird das Modell aus Kristallglas ausgeführt, womit dem Objekt wesentlich mehr Glanz und Brillanz verliehen wird. Seither wurde die Vase Tourbillons als kleines und großes Modell sowie in verschiedenen Farben und Ausführungen neu gestaltet. Sie diente auch als Inspirationsquelle für eine neue Schale und einen Parfümflakon.

Interessant zu wissen: Im Lalique-Museum können Sie dank einer Dauerleihgabe des Musée des Arts et Métiers die Vase Tourbillons aus Glas entdecken und im weiteren Verlauf Ihres Besuchs mit einer Ausführung aus Kristallglas vergleichen. Dabei können Sie den unterschiedlichen Glanz der verschiedenen Materialien beobachten.

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